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Die Mandelentzündung

Eine Mandelentzündung ist eine Entzündung der Gaumenmandeln, die meist durch Viren (~70%) oder Bakterien(~30%) übertragen wird.

Wie kommt es zu einer Mandelentzündung?

Die Mandelentzündung ist eine ansteckende Krankheit, die unabhängig von Alter oder Geschlecht auftreten kann, wobei sie sich über Tröpfcheninfektion verbreitet. Da die Ansteckung generell durch den Kontakt zu anderen Menschen erfolgt, ist Umsicht im Umgang mit Erkrankten geboten. Es empfiehlt sich, sich daheim auszukurieren, bis die Krankheit überstanden ist.

Was geschieht bei einer Mandelentzündung?

Zu einer Mandelentzündung kommt es, wenn Krankheitserreger den Rachenraum passieren wollen, der von den Mandeln umgeben ist. Im lymphatischen Gewebe, das sich dort befindet, entsteht eine Abwehrreaktion, wobei die Mandeln bei stärkeren Krankheitserregern mehr Lymphozyten bilden müssen, weswegen sie schlussendlich selber anschwellen und unter Spannung geraten, bis es zur eigentlichen schmerzhaften Entzündung mit möglicher Ausbreitung kommt.

Welche Symptome sind charakteristisch für eine Mandelentzündung?

Zunächst versucht der Körper auf eine Mandelentzündung zu reagieren, wie auf einen grippalen Infekt, was oft einen Anstieg der Körpertemperatur bis hin zu Fieber beinhaltet. Durch die Entzündung kommen meist sehr starke Halsschmerzen hinzu, die sich über den gesamten Rachenraum bis zu den Ohren ausbreiten können und oft auch Schluckauf und Schwellungen der Halslymphknoten mit sich bringen. Der Schluckauf kann auch als einziges Symptom auftreten, was oft zur Folge hat, dass die Krankheit nicht erkannt wird und unbehandelt bleibt, bis sie schließlich wieder abnimmt. Der Grund, warum sich eine Mandelentzündung als Schluckauf bemerkbar machen kann, ist der sogenannte Phrenicus-Nerv, welcher vom Gehirn bis zum Zwerchfell verläuft, wo der Nerv auf seinem langen Weg an unterschiedlichen Stellen gereizt oder geschädigt werden kann.

Wie gefährlich ist eine Mandelentzündung?

Eine gewöhnliche Mandelentzündung ist zwar schmerzhaft und unangenehm, jedoch nicht in ernstem Maße gefährlich. In den meisten Fällen reicht es, sich auszukurieren und mit dem Arzt ihres Vertrauens geeignete Maßnahmen abzusprechen. Mandeln, die unbehandelt längere Zeit enzündet bleiben, können das Herz in Mitleidenschaft ziehen und belasten immer mehr die Atmung. Dies kann schwere gesundheitliche Schäden bis hin zur Lebensgefahr mit sich bringen. Vorsicht ist auch geboten bei einer eitrigen Mandelentzündung: Auch hier sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, Antibiotika zur Behandlung und sonstigen ärztlichen Ratschlägen sollte dringend entsprochen werden. Eiter, der in die Blutbahn gelangt, kann eine Gefahr für den ganzen Körper darstellen und Betroffene so schwächen, dass sie von sich aus nicht mehr fähig sind, einen Arzt aufzusuchen. Daher ist zwar nicht zur Panik, aber zur Vorsicht und zu einem frühen Arztbesuch geraten.

Was kann ich als Laie bei einer Mandelentzündung tun?

Gönnen Sie sich und Ihrem Körper Ruhe, kurieren Sie sich aus. Die Arbeit sollte ein paar Tage ruhen dürfen, Bettruhe und warme Getränke tragen zur Genesung bei, warme Kleidung und am besten ein Schal sind ebenso hilfreich. Sollten Fieberbeschwerden auftreten, können Wadenwickel helfen. Auch desinfizierende Mittel, wie Kamillentee, können durch langsames und regelmäßiges Schlucken zur Verbesserung des Gesundheitszustands beitragen.

Was tut der Arzt gegen eine Mandelentzündung?

Gewöhnlich wird der Arzt zunächst durch geeignete Medikation für eine Schmerzlinderung sorgen, in vielen Fällen ist das auch schon ausreichend, da eine leichte Mandelentzündung ganz von allein auch wieder abschwillt. Um Bettruhe zu garantieren, wird der Patient für gewöhnlich krank geschrieben und auf die häuslichen Mittel gegen Mandelentzündungen aufmerksam gemacht. In schweren Fällen greift der Arzt zu Antibiotika.

Quellen:\ http://www.mandelentzuendung.org/\ http://www.tk.de/tk/krankheiten-a-z/krankheiten-m/mandelentzuendung/29706\ http://www.medizinfo.de/immunsystem/erkaeltung/tonsillitis.shtml\ \