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Magenschmerzen

Was sind Magenschmerzen?

Als Magenschmerzen bezeichnet man allgemein Schmerzen im Magen und seiner direkten Umgebung, wodurch sie im oberen Bereich des Bauches zu lokalisieren sind. Die Schmerzen können sich stehend oder krampfartig anfühlen und gehen häufig mit anderen Magenbeschwerden wie Übelkeit oder Durchfall einher. Auch Sodbrennen oder ein ungewöhnliches Druckgefühl können als Magenschmerzen bezeichnet werden.

Magenschmerzen als solche sind keine Krankheit, sondern nur Symptom einer Krankheit; wobei die Ursachen sehr vielfältiger Natur sein können.

Wie entstehen Magenschmerzen?

Magenschmerzen können auf viele Weisen entstehen, was es nahezu unmöglich macht, von der „einen” Ursache zu sprechen. Die möglichen Ursachen reichen von allgemeinen und spezifischen Verdauungsproblemen über Nahrungsmittelunverträglichkeiten, psychosomatische Krankheitserscheinungen bis hin zum Ernstfall einer Krebserkrankung. Ausgelöst werden können sie demnach auch durch Viren, Bakterien oder aber falsche Ernährung, überhöhte Medikamenteinnahme oder psychologische Erkrankungen – mit anderen Worten: sowohl durch direkte (vermeidbare) Einwirkung des Menschen als auch durch „Zufall”. Eine Liste der möglichen Ursachen finden sie beispielsweise hier. Im Folgenden soll auf die häufigsten Ursachen eingegangen werden.

Die häufigste Ursache für Magenbeschwerden ist unsere Ernährung. Isst man beispielsweise zu viel allgemein, oder aber zu viel blähendes Essen, beispielsweise Zwiebeln, so können Magenschmerzen und Blähungen die Folge sein. Auch Milch, Schweinefleisch, Alkohol oder Nikotin können auf den Magen schlagen, genauso wie zu stark gewürztes oder zu heißes oder kaltes Essen. Auch eine Lebensmittelunverträglichkeit, beispielsweise Laktoseintoleranz, kann Magenbeschwerden auslösen.

Doch auch ein Mangel an verdauungsfördernden Mitteln kann sich schädlich auswirken, so kann beispielsweise Salat zu einer gesunden Verdauung beitragen1, oder aber auch, wenn nicht zu häufig eingenommen, ein Schnapsglas Kräuterlikör nach dem Essen.

Manchmal liegt die Ursache für Magenschmerzen aber auch nicht in der Ernährung selbst, sondern an den Essgewohnheiten des Betroffenen: so können beispielsweise Ablenkung während der Mahlzeit oder zu schnelles Essen negative Auswirkungen auf die Verdauung mit sich bringen und infolgedessen die Magenbeschwerden auslösen.

Etwa die Hälfte aller Patienten mit Magenbeschwerden leiden zusätzlich oder aber aufgrund falscher Essgewohnheiten unter einem sogenannten Reizmagen, in der Fachsprache Dyspepsie, was im Klartext bedeutet, dass keine Entzündung oder Verletzung des Magens nachgewiesen werden kann, der Betroffene aber dennoch an Beschwerden leide. Die Ursachen hierfür liegen in den bereits beschriebenen Problemen bei der Nahrungsaufnahme. Doch auch andere Krankheiten im Bereich des Magens bringen in der Regel Schmerzen mit sich: eine Magenschleimhautentzündung, ein Darmverschluss oder eine Bauchfellentzündung können ebenfalls der Auslöser sein. Auch eine Magen-Darm-Grippe oder eine Lebensmittelvergiftung bringen Magenschmerzen mit sich. Und nicht zuletzt kann Medizin selber der Grund für Magenbeschwerden sein: manche Schmerzmittel wie beispielsweise Ibuprofen oder Diclofenac, schlagen auf den Magen und können eine Entzündung der Magenschleimhaut mit sich bringen.

In manchen Fällen liegt das Problem mit dem Magen allerdings gar nicht beim Magen selbst, sondern in der Psyche des Patienten. Seelische Missstände, wie beispielsweise Stress, Depressionen, Angstzustände oder ein erhöhtes Maß an Nervosität können ebenso Magenbeschwerden verursachen wie die Ernährung.

Sind Magenschmerzen gefährlich?

Diese Frage lässt sich weder bejahen noch verneinen, denn, wie bereits aufgeführt, liegt das Problem mit Magenschmerzen meist nicht in den Magenschmerzen selbst, sondern in der Ursache dafür. Diese Ursache kann entweder harmlos sein oder aber gefährlich, und in Einzelfällen lebensbedrohlich.

Liegt die Ursache für die Magenbeschwerden in einer falschen Ernährung, so ist dies grundsätzlich kein Grund zur Beunruhigung, vielmehr zur Ernährungsumstellung und gegebenenfalls zum Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel. Gefährlich wird es, wenn dem Körper dauerhaft wichtige Nährstoffe entzogen werden oder aber zu viele schädliche Stoffe zugefügt werden – das macht sich dann allerdings meistens nicht nur über den Magen bemerkbar.

Eine Lebensmittelunverträglichkeit kann unter Umständen Gefahren mit sich bringen. Hier gilt es, einen Arzt zu konsultieren, der die Nahrungsmittelunverträglichkeit ausmacht und eingrenzt, sowie ihren Schweregrad feststellt – daran zeigt sich dann letztendlich auch, wie gefährlich die Unverträglichkeit für den Betroffenen tatsächlich ist. Liegt beispielsweise eine gewöhnliche Laktoseintoleranz vor, so ist dies sicher kein Grund zur Freude, vor lebensbedrohlichen Folgen muss sich der Patient allerdings nicht fürchten.

Ein Reizmagen muss nicht zwangsläufig gefährlich für den Patienten sein, da er meistens „nur” Sodbrennen, Aufstoßen, Übelkeit mit Erbrechen und Durchfall zur Folge hat, schwerwiegende Folgen aber meistens ausbleiben. Dennoch stellt der Reizmagen häufig eine psychische Belastung für den Betroffenen dar, weil die Auswahl der Speisen schwieriger und die Lebensqualität dadurch gefühlt eingeschränkt wird. Kritisch ist ebenfalls, dass viele Betroffene die Symptome falsch deuten und schlimmeres, beispielsweise einen Magen – oder Darmkrebs vermuten, was häufig zu Angstzuständen und Niedergeschlagenheit führt.

Liegt die Ursache von Magenschmerzen in einer Bauchfellentzündung oder einem Darmverschluss, so ist dies sehr ernst zu nehmen. Konsultieren sie bei Verdacht einen Arzt. Weniger gefährlich ist die Magen-Darm-Grippe, welche in der Regel von selber wieder aufhört und nur für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem, beispielsweise alte Menschen, eine Gefahr darstellt. Auch die Magenschleimhautentzündung ist in der Regel harmloser Natur.

Psychische Ursachen können gefährlich für den Patienten sein, müssen allerdings nicht. Hier lässt sich nichts pauschalisieren. Konsultieren sie ihren Arzt und gegebenenfalls einen Psychologen.

Was kann ich bei Magenschmerzen tun?

In erster Linie sollten sie auf ihre Ernährung achten, unabhängig von der Ursache ihrer Beschwerden. Da der Magen neben dem Darm das Organ ist, welches am meisten mit unserer Ernährung in Kontakt tritt, ist sie oft der Schlüssel zu Beschwerden und Linderung gleichermaßen. Achten sie auf eine ausgewogene Ernährung, vermeiden sie verdorbene Lebensmittel ebenso wie zu heißes oder zu kaltes Essen, zu stark gewürzte Speisen sowie auf zu viel Koffein. Meiden sie Nikotin und übermäßigen Alkoholkonsum.

Ebenso sollten sie darauf achten, unnötige Ablenkung beim Essen zu vermeiden. Genießen sie ihre Mahlzeiten und konzentrieren sie sich darauf. Vermeiden sie Stress auch abseits des Essenstisches und schalten sie regelmäßig mal ab.

Sollten sie dennoch Probleme mit dem Magen haben, nehmen sie sich eine kurze Auszeit und legen sich mit angewinkelten Beinen auf den Rücken. Achten sie darauf, was sie zu sich genommen haben, um gegebenenfalls eine Lebensmittelunverträglichkeit leichter feststellbar zu machen. Süßholzwurzel – , Fenchel – oder auch Kamillentee helfen, den Magen zu entspannen. „Leichte” Ernährung, beispielsweise Knäckebrot, Salzstangen oder Bananen sind für den Körper sehr gut aufnehmbar und belasten den Magen nicht so stark wie beispielsweise Kaffee oder Fleisch.

Hilft dies jedoch alles nichts, kann es gut sein, dass die Ursachen für ihre Magenbeschwerden anderer Natur sind – was auch kein Grund zur Beunruhigung ist. Dennoch gilt in diesem Fall: Suchen sie einen Arzt auf.

Was tut der Arzt bei Magenschmerzen?

Aufgrund der Vielfalt an möglichen Ursachen für Magenbeschwerden wird der Arzt in einem Ausschlussverfahren ermitteln, wo der Grund für ihre Schmerzen liegt. Dies kann er durch ein längeres Gespräch, Abtasten des Oberkörpers und Allergietests. Manchmal bietet es sich auch an, eine Magen – oder Darmspiegelung durchzuführen. In jedem Fall geht es ihrem Arzt ausschließlich darum, den Grund für ihre Schmerzen auszumachen, diesen wenn möglich zu beseitigen und somit ihre Schmerzen zu lindern.

Quellen:

http://flexikon.doccheck.com/de/Magenschmerzen

http://magenschmerzen.net/magenschmerzen/

http://www.ksta.de/gesund—fit/-sodbrennen-voellegefuehl-wann-magenbeschwerden-gefaehrlich-sind,15938554,16997826.html

http://www.gesundheit.de/krankheiten/magen-darm/magenschmerzen

http://www.ihresymptome.de/Symptome/Magenschmerz/ursachen.htm

http://www.internisten-im-netz.de/de_untersuchungen-reizmagen_220.html