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Eine Schilddrüsenüberfunktion kann mit einer verwirrenden Vielfalt von Symptomen auftreten

Die bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) auftretenden Symptome sind eine Folge des allgemein beschleunigten Stoffwechsels des Körpers durch die Überversorgung mit Schilddrüsenhormonen.

Durch das Zusammenspiel verschiedener Stoffwechselfaktoren können auch bei “normalen” Laborwerten bereits Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion auftreten, wenn beispielsweise zugleich eine Mitochondriopathie oder Nebennierenschäche besteht.

Wegen der verwirrenden Vielfalt der Symptome bei Schilddrüsenüberfunktion erfahren Sie hier wie sie mit einer Temperaturkurve die hormonelle Stabilität und das Zusammenspiel von Schilddrüsen- und Stresshormonen verfolgen können.

Temperaturkurve für Eigendiagnostik der hormonellen Lage: Weiter zu Temperaturkurve

Wenig beachtet und doch sehr wichtig ist das Zusammenspiel von Schilddrüse und Nebenniere. Beide Hormondrüsen stehen in einem engen wechselseitigen funktionellen Zusammenhang, sodass bei einer geschwächten Nebennierenfunktion Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion auftreten können, obwohl die Blutwerte der Schilddrüse noch im Normbereich sind.

 

Häufigkeit der Schilddrüsenüberfunktion

Während bei Kindern eine Schilddrüsenüberfunktion nur sehr selten vorkommt, nimmt die Häufigkeit der Erkrankung im Alter zu. Gerade im Alter kann eine Schilddrüsenüberfunktion maskiert, das bedeutet mit atypischen Symptomen auftreten. Unter den älteren Menschen sind insbesondere Frauen häufiger betroffen, in der BRD 2.9 bis 6,3 Prozent der 60 bis 80jährigen Frauen.

Warum gibt es so vielfältige Symptome?

Obwohl sämtliche durch Schilddrüsenhormone beeinflussten Organe und Funktionen bei einer Schilddrüsenüberfunktion auf Hochtouren arbeiten, ist es wegen der vielfältigen Symptome, nicht selten schwierig, die Erkrankung rechtzeitig zu erkennen. Die Symptome treten bei einer Schilddrüsenüberfunktion nicht zusammen, sondern sehr individuell geprägt auf, was auch auf das enge Zusammenspiel der Schilddrüsenhormone mit dem vegetativen Nervensystem, den Sexualhormonen und Stresshormonnen zurückzuführen ist. So steigt bei einer Schilddrüsenüberfunktion die Empfindlichkeit des Organismus gegenüber den Stresshormonen Adrenalin und Noradrenalin. Die Nebenniere tut sich schwer mitzuhalten und kann nicht genug Cortisol produzieren mitzuhalten. 

Nicht selten ist eine Störung der Neurotransmitter (Hormone im Gehirn) oder der Sexalhormone die Ursache für den Ausbruch einer Schilddrüsenüberfunktion. Bedingt duch das vielfältige Wechselspiel den Hormonachsen im Körper können viefältige Möglichkeiten von psychischen und körperlichen Krankheitsbildern auftreten.

Welche Symptome im Einzelfall bei einer Schilddrüsenüberfunktion auftreten, hängt auch vom jeweiligen Auslöser der Funktionsstörung ab (z.B. Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow).

Zu den allgemeinen Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion gehören:

  • Gewichtsabnahme trotz ausreichender Ernährung
  • vermehrtes Schwitzen 
  • Wärme wird schnell als unangenehm empfunden
  • Schlafstörungen
  • Haarausfall
  • Feuchtwarme, samtartige Haut
  • Brüchige Fingernägel und Haare
  • Haarausfall
  • Knochenveränderungen
  • Durchfall
  • bei Frauen: Zyklusstörungen

Die Wirkung der Schilddrüsenüberfunktion auf das Herz-Kreislauf-System zeigt sich durch folgende Symptome:

  • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
  • beschleunigter Puls
  • Herzklopfen bis Herzrasen
  • Herzrhythmusstörungen

Durch ihre Wirkung auf das Zentralnervensystem und vegetative Nervensystem verursacht die Schilddrüsenüberfunktion folgende Symptome:

  • Nervosität, Unruhe
  • Angst und Panikzustände
  • Zittern der Hände
  • Schlafstörungen bei gesteigerter Ermüdbarkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Bewegungsunruhe
  • Muskelschmerzen und Muskelschwäche

Da die Symptome häufig denen bei seelisch-nervösen Erkrankungen ähneln, werden den Patienten nicht selten zunächst Psychopharmaka verschrieben. Die beiden Schilddrüsenlappen sind durch eine Überfunktion nicht immer vergrößert, es kann aber eine Struma vorliegen. Im Falle einer Hashimoto-Thyreoiditis wechseln nicht selten Symptome der Hypo- und Hyerthyreose, teilweise innerhalb weniger Stunden.

Zur Schilddrüsenüberfunktion gehören auch Augensymptome wie:

  •     Augenschmerzen
  •     tränende Augen (auch Glanzauge genannt)
  •     Lichtempfindlichkeit
  •     Fremdkörpergefühl
  •     seltener Lidschlag

Symptome der Schilddrüsenüberfunktion bei älteren Patienten

Bei älteren Menschen fehlen die Symptome der Schilddrüsenüberfunktion oft vollständig oder es ergibt sich ein anderes Bild: Häufig sind Symptome schwächer ausgeprägt und sind eher untypisch für eine Schilddrüsenüberfunktion. Bei älteren Menschen beschränken sich die Symptome häufig nur auf Gewichtsverlust, Kräfteverfall, erhöhte Herzfrequenz und Herzrhythmusstörungen, so dass die Erkrankung leicht verkannt werden kann.

Symptome bei Morbus Basedow

Die Basedow-Krankheit ist eine schwere Form der immunbedingten Schilddrüsenüberfunktion.

Ein Hervortreten des Augapfels (Exophtalmus), tritt in der Regel nur bei einer durch Morbus Basedow verursachten Schilddrüsenüberfunktion auf und ist Anzeichen für eine Erkrankung der Augenhöhle (endokrine Orbitopathie). Als Reaktion des Immunsystems kommt es bei der Basedow-Krankheit auch zu einem Anstieg der weißen Blutkörperchen.

Welche Formen von Schilddrüsenüberfunktion gibt es?

Schilddrüsenüberfunktion durch ein Überangebot an TSH und TSH-ähnlichen Substanzen. TSH ist ein Hormon der Hypophyse, das die Produktion der Schilddrüse anregt. Eine TSH- produzierende Wucherung der Hypophyse (Hypophysenadenom) kann die Ursache sein. Schilddrüsenüberfunktion aufgrund von Gewebeneubildungen (Neoplasien) können durch Adenome hervorgerufen werden, welche als gutartige oder auch bösartige Wucherung von Epithelgewebe in der Schilddrüse entstehen können. Eine Schilddrüsenüberfunktion, die durch die äußere Zufuhr von Schilddrüsenhormonen entstanden ist, nennt sich Hyperthyreosis factitia.

Die Symptome bei einer thyreotoxischen Krise

Wenn es in seltenen Fällen im Rahmen einer Schilddrüsenüberfunktion zu einer enormen Produktion von T3 und T4 kommt, spricht dann von einer thyreotoxischen Krise. Eine thyreotoxische Krise tritt gelegentlich nach einer vermehrten Jodaufnahme durch jodhaltige Röntgenkontastmittel auf und ist ein lebensbedrohlicher Zustand. Es kommt dann zu folgenden extremen Symptomen der Schilddrüsenüberfunktion: Fieber bis 41°, starke Unruhe, deutlich beschleunigter Puls, Desorientierung bis hin zur Bewusstseinsstörungen und schließlich Koma.

Diagnostik der Schilddrüsenüberfunktion

Wegweisend ist die Anamnese und die klinische Untersuchung. Mit Hilfe einer TSH-Bestimmung wird festgestellt, ob eine Fehlfunktion der Schilddrüse vorliegt. Nicht immer ist ein regelrechter TSH-Wert ausreichend, eine genaue Bestimmung des peripheren Hormonspiegels ist nur durch die Messung der beiden Parameter fT3 und fT4 möglich.

Ultraschall

Zur Diagnostik einer Schilddrüsenüberfunktion gehört eine Ultraschall-Untersuchung. Diese Untersuchung erfolgt mit einem speziellen Schallkopf, der über eine 5 oder noch besser 7.5 MHz-Sonde verfügt. Durch eine solche Schilddrüsensonografie können Aussagen zur Größe der Schilddrüse und Beschaffenheit des Gewebes getroffen werden. Auf diese Weise können auch Größenveränderungen bei Knoten und Zysten gemessen und Verkalkungen erkannt werden.

Auch die Größe der Schilddrüse wird mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung gemessen, das Volumen wird in Gramm angegeben. Sie wiegt bei Frauen ca. 18, bei Männern 25 g. Die Abweichung von dieser Norm ist recht groß: es gibt Menschen, bei denen die Schilddrüse kleiner ist, ohne dass ein krankhafter Befund vorliegt.

Szintigrafie

Besteht der Verdacht auf eine Autonomie (fehlende Reaktion auf die Steuerung der Hirnanhangdrüse), wird eine Schilddrüsenszintigraphie veranlasst. Die Szintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, bei dem radioaktive Jodisotope in der Schilddrüse sichtbar gemacht werden können. Je nach Anreicherung in der Schilddrüse können kalte und auch heiße Knoten sichtbar gemacht werden. Die so genannten kalten Knoten sind Bereiche, die radioaktive Substanzen nur vermindert speichern. In heißen Knoten dagegen lagern sich vermehrt radioaktive Substanzen an und heben sich deshalb vom umgebenden Gewebe farblich ab.

Therapiemöglichkeiten bei einer Schilddrüsenüberfunktion

Neben der klassisch schulmedizinischen Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion stehen auch Behandlungsmaßnahmen aus der Biologischen Medizin zur Verfügung, wobei diese nicht in Konkurrenz zueinander treten, sondern sich ergänzen.

Die Ursachen von Schilddrüsenstörungen werden kaum hinterfragt und nicht behandelt, obwohl sie für eine gezielte und umfassende Therapie sehr wichtig wären! Häufig bestehen auch an weiteren Organsystemen Funktionsstörungen und Entzündungen, wie beispielsweise im Bereich der Sexualhormone, Nebenniere, Verdauungsorgane und im Gehirn mit Dysbalancen der Neurotransmitter und entzündlichen Veränderungen der Gliazellen im Gehirn.

Die medikamentöse Einstellung der Schilddrüsenüberfunktion bei Entzündungen bleibt häufig unzufriedenstellend. Nicht nur die kurzfristigen hormonellen Schwankungen stellen ein Problem dar, weil sie medikamentös kaum aufzufangen sind. Auch die Fehlreaktionen des Immunsystems und die nicht selten vorhandenen chronisch entzündlichen Auslösemechanismen machen den Betroffenen das Leben buchstäblich zur Qual. Eine Besserung tritt nicht selten erst mit einer erfolgreichen Behandlung chronisch persistierender Infektionen wie beispielsweise Cytomegalie-Virus oder die immer häufiger anzutreffende und labordiagnostisch häufig fehlinterpretierte Borreliose.

Sowohl die Schilddrüsenunterfunktion als auch Schildrüsenüberfunktion sind somit nur die “Spitze des Eisberges”. Deshalb können

  • die psychischen Symptome,
  • die Störungen der Verdauungsorgane,
  • die Muskel und Gelenkschmerzen sowie
  • die beiden Allgemeinsymptome Erschöpfung und innere Unruhe

besonders wirksam durch ein Terrainbehandlungskonzept, welches aus Maßnahmen zum Zellschutz und gepulsten antimikrobiellen Anwendungen besteht, gebessert werden.

Weitere Infos:

Symptome beim Burnout Syndrom

Hormontest

Weiter zu Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion.

Stand: 17/08/13 -dn