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Stirnhöhlenentzündung - Symptome und Behandlung

Eine Stirnhöhlenentzündung (Sinusitis frontalis) ist eine Form der Nasennebenhöhlenentzündung, die entweder chronisch oder akut verlaufen kann. Eine direkte Abgrenzung zur Kieferhöhlenentzündung oder auch allgemein Nasennebenhöhlenentzündung ist nicht exakt möglich, da sich die Krankheitsbilder aufgrund der ähnlichen Symptome überschneiden, auch die Behandlung gleicht. Vereinfacht könnte man sagen, dass die Stirnhöhlenentzündung speziell den oberen Kopfbereich, also die Region um die Stirnhöhle betrifft und wegen der örtlichen Nähe zum Gehirn besondere Gefahren mit sich bringt.

Ursachen – wie kommt es zu einer Stirnhöhlenentzündung?

Einer Stirnhöhlenentzündung geht gewöhnlich eine längere Erkältung, bzw. ein Schnupfen voraus. Dieser Schnupfen klingt allerdings nicht wie gewöhnlich nach wenigen Tagen ab, sondern hält mehrere Tage an. Weil die Schleimhäute über einen längeren Zeitraum anschwellen, kann der sich bildende Schleim nicht abfließen. Eine länger angestaute Schleimansammlung ist ein “idealer” Nährboden für Bakterien, welche sich in den normalerweise gut belüfteten Nasennebenhöhlen ausbreiten und vermehren können. Dem viralen Infekt folgt eine sog. bakterielle Superinfektion – es kommt zu einer Stirnhöhlenntzündung. Obwohl in der Regel nicht auskurierte Erkältungen der Grund für eine Stirnhöhlenentzündung sind, können auch andere Ursachen wie

  • Allergien,
  • Verkrümmungen der Nasenscheidewand,
  • Nasenpolypen oder eine
  • Zahnwurzelentzündung

zu einer Stirnhöhlenentzündung führen.

Symptome – woran erkenne ich eine Stirnhöhlenentzündung?

Grundsätzlich gilt ein ungewöhnlich lang andauernder Schnupfen als deutlichster Indikator einer Stirnhöhlenentzündung. Abgeschlagenheit, Fieber, Kopfschmerzen, eitriger Ausfluss aus der Nase, Abnahme des Geruchs- und Geschmackssinnes – all dies hängt unmittelbar mit der Entzündung der Stirnhöhlen zusammen. Auch Schmerzen im Gesicht oder beim Bücken nach vorne.

Machen Sie einen diagnostischen Kurztest: legen Sie die Fingerkuppen auf die Stirn knapp oberhalb der Augenbrauen und prüfen Sie, ob das Druckgefühl auffallend zunimmt, während Sie über ca. 10 bis 20 Sekunden gleichmäßig einen Druck von ca. 1-2 kg aufrecht erhalten. Die tiefen Schmerzrezeptoren benötigen diese Zeit, bis sich ein entspechende Reizempfindung aufbaut. Machen Sie einen Seitenvergleich und vergleichen Sie das Schmerzempfinden mit nicht entzündeten Regionen wie zum Beispiel die obere Stirn im Bereich des Haaransatzes.

Für die Beurteilung des Krankheitsbildes ist wichtig: Die Stirnhöhlenentzündung spielt sich in der Nähe des Gehirns ab, was letztendlich den gesamten Körperhaushalt und die Psyche durcheinander bringen kann. Schwindel, Verminderung des Hörvermögens bis hin zu Panikattacken, Sehstörungen und in seltenen Fällen Delirium können die Folge sein. Ein Besuch beim Arzt ist also im Zweifelsfall dringend angeraten.

Formen und Dauer – wie tritt die Stirnhöhlenentzündung auf und wie lange dauert sie?

Die „gewöhnliche“ oder akute bakterielle Sinusitis dauert in der Regel maximal 30 Tage. Ist sie subakut bakteriell, kann sie sich auch auf eine Dauer von bis zu 90 Tagen erstrecken. Wenn man von einer rezidivierenden akuten bakteriellen Sinusitis betroffen ist, dauert die Sinusitis meist in etwa so lange wie eine „gewöhnliche“, tritt aber nach einigen Wochen Pause erneut auf.\ Schlussendlich gibt es noch die chronische Sinusitis: sie tritt immer wieder auf und dauert dann jeweils bis zu 90 Tage.

Ansteckung – kann eine Stirnhöhlenentzündung übertragen werden?

Die Meinungen hierzu gehen auseinander. Grundsätzlich gilt: eine Stirnhöhlenentzündung basiert auf einer Erkältung, bzw. einem Schnupfen und dieser ist wie jede andere Erkältung/Schnupfen auch durch Tröpfcheninfektion etc. übertragbar. Die Stirnhöhlenentzündung selber jedoch sitzt in Form von Viren oder Bakterien in den Stirnhöhlen und kann anhand des ausfließenden Eiters oder aber auch manchmal durch Tröpfcheninfektion übertragen werden. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist zwar nicht sehr hoch, jedoch existent. Sofern es die persönliche Verfassung zulässt, ist soziale Aktivität allerdings durchaus möglich, auf gründliches Händewaschen sollte jedoch genauso geachtet werden, wie auf Wegdrehen vom Gegenüber bei Husten und Niesen.

Therapie – was kann ich bei einer Stirnhöhlenentzündung tun?

Zunächst ist es hilfreich, sich bei einer Stirnhöhlenentzündung so zu verhalten wie einer gewöhnlichen Erkältung auch:

  • Bettruhe,
  • viel Flüssigkeit – am besten Tee und Wasser – ,
  • sowie warme (Dampf-) Bäder

unterstützen den allgemeinen Heilungsprozess und das Wohlbefinden. Ferner können Salzsprays helfen, die Nebenhöhlen von schleimhaltigen Sekreten zu befreien, in denen die Erreger sitzen. Grundsätzlich gilt: viel trinken, viel schlafen und das alles am besten in einer warmen Umgebung. Hilft dies aber nicht oder verläuft die Sinusitis schwer, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Therapie – was tut der Arzt bei einer Stirnhöhlenentzündung?

Zusätzlich kann eine Schmerzlinderung durch Ibuprofen oder Paracetamol die allgemeine Verfassung des Patienten verbessern. Wichtigstes Ziel bei einer ärztlichen Behandlung ist jedoch das Abschwellen der Schleimhäute und Abklingen der Entzündung: hierbei können beispielsweise Nasensprays helfen, die durch den Abfluss auch dem Sekretstau entgegentreten. Zusätlich kann der Abfluss des Schleimes durch die Zähigkeit behindert sein, hierbei helfen sogenannte “Schleimlöser” wie zum Beispiel ACC, Soledum oder Gelomyrtolkapseln und Sinupret. Ist die Entzündung bakteriell, wird der Arzt sich in den meisten Fällen dazu entschließen, Antibiotika einzusetzen. Sollte die Sinusitis schließlich chronisch sein, kann eine Operation in Betracht gezogen werden, um die Belüftungsverhältnisse langfristig zu bessern oder gegebenenfalls Polypen zu entfernen.

Wie kann ich einer Stirnhöhlenentzündung vorbeugen?

Wichtig ist die Erkenntnis, dass längere Zeit einwirkende Kälte oder Kühle den Heilungsprozess direkt behindert und chronische Verlaufsformen begünstigt, während eine sanfte Wärme die optimalen Rahmenbedingungen für eine effektive Arbeit des Lymph- und Immunsystems ermöglicht. Nicht nur Dampfbäder, sondern ein Wärmekissen oder auch eine Abdeckung mit einer Decke hilft, die Wärme möglichst effektiv zur Wirkung zu bringen.

Regelmäßige Nasenspülungen stärken ebenso wie kurze Kaltimpulse die Abwehrkraft und das Lymphsystem.

Besonders bei wiederkehrenden oder prolongierten Stirnhöhlenentzündungen wirken sich folgende Faktoren ungünstig auf die Schleimhautverhältnisse der oberen Atemwege aus:

  • Stauungen im Lymphsystem des Körpers bei
  • Nahrungsunverträglichkeiten und Verdauungsstörungen
  • Allergien
  • Dauerstress
  • Vitalstoffmangel
  • Umweltbelastungen wie Schwermetalle

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