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Darmentzündung - Symptome und Behandlung

Was ist eine Darmentzündung?

Als wichtigstes Verdauungsorgan des menschlichen Körpers ist der Darm in drei wesentliche Abschnitte unterteilt: den Dünndarm, den Dickdarm und den Mastdarm. In den allermeisten Fällen hat man es bei einer Darmentzündung mit einer Entzündung des Dünndarms (Enteritis) zu tun, der Dickdarm kann jedoch ebenso betroffen sein wie die Schleimhäute beider Abschnitte – in diesen Fällen spricht man von einer Enterokolitis. Eine Darmentzündung kann entweder akut oder chronisch sein (Morbus Crohn). Tritt sie in Kombination mit einer Magenentzündung (Gastritis) auf, so bezeichnet man dies als Gastroenteritis.

Wie kommt es zu einer Darmentzündung?

Eine akute Darmentzündung kann durch mehrere Faktoren ausgelöst werden: es gibt die mikrobiellen (also Mikroben betreffenden) Erreger, beispielsweise Pilzen oder Bakterien, wobei die Salmonellen eine Sonderform letzterer darstellen, welche man sich beispielsweise durch den Verzehr roher Eier einhandeln kann. Pilze können in der Regel nur dann eine Entzündung zur Folge haben, wenn bereits eine Schwächung des Immunsystems vorliegt; das betrifft unter anderem ADIS – Patienten oder Menschen, die gerade eine intensive Behandlung mit Antibiotika hinter sich haben.

Doch auch eine allergische Reaktion oder eine autoaggressive Abwehrreaktion des Immunsystems kann eine Darmentzündung einleiten, genauso wie eine Strahlenbehandlung oder eine Chemotherapie. In manchen Fällen kann auch ein Tumor im Darm die Entzündung auslösen. Eher selten ist eine Minderdurchblutung im Darm der Auslöser. Die Inkubationszeit ist abhängig vom Auslöser und kann daher von wenigen Stunden bis zu einigen Tagen betragen.

Die chronische Darmentzündung ist hinsichtlich ihrer Ursachen noch nicht ausreichend erforscht, man geht allerdings unter anderem von genetischer Veranlagung und psychischer Überbelastung, zum Beispiel durch Stress, aus.

An welchen Symptomen erkennt man eine Darmentzündung?

Das bezeichnende Symptom für eine Darmentzündung ist Durchfall, oft in Kombination mit Übelkeit und Erbrechen. Darüber hinaus kann es zu Bauchkrämpfen – und Schmerzen, insbesondere im Bereich des Magens, und Fieber kommen.

Je nach Schwere und Verlauf der Krankheit verlieren Betroffene auch an Gewicht und durch das Erbrechen und den Durchfall auch an Salz und Wasser. Die Folgen dieser Dehydration reichen von Schwindel über Wadenkrämpfe, Antriebslosigkeit, ein Ungleichgewicht des Säure–Base–Haushalts und Müdigkeit bis zum Kreislaufschock – oder Zusammenbruch, besonders bei Kindern und älteren Menschen. Außerdem wird die Darmentzündung für gewöhnlich von Appetitlosigkeit begleitet. In manchen Fällen kann man auch ein Blubbern im unteren Bauchbereich wahrnehmen, welches Ausdruck der enormen Aktivität hinsichtlich der Genesung ist. Durch diese starken Aktivitäten sowie durch die entzündlich geschädigten Schleimhäute es zu leichten Verletzungsreaktionen im Darm kommen, die sich durch Blut im Stuhl oder  Durchfall äußern.

Ist eine Darmentzündung gefährlich?

Im Normalfall ist eine Darmentzündung nicht weiter bedenklich, da sie häufig schon nach wenigen Tagen abschwillt und keine bleibenden Schäden hinterlässt. Da sie jedoch sehr unangenehm sein kann, beispielsweise bei hohem Fieber oder bei Bauchkrämpfen, kann es aufgrund der Folgen geboten sein, einen Arzt aufzusuchen.

Gefährlich ist eine Darmentzündung unter anderem dann, wenn sie den Kreislauf des Betroffenen schwächt, in extremen Fällen kann dies lebensgefährliche Folgen mit sich bringen. Für gewöhnlich kann man jedoch mit ärztlichen Maßnahmen die Situation wieder unter Kontrolle bringen. Ebenfalls bedenklich ist ein Ungleichgewicht des Säure–Base–Haushalts, da hier die Folgen ebenfalls lebensgefährliche Dimensionen erreichen können. Dies kann vor allem dann auftreten, wenn Betroffene nicht ausreichend Flüssigkeit und Mineralstoffe zu sich nehmen.

Ist die Darmentzündung Begleiterscheinung eines bösartigen Darmtumors, so ist sie selber eher Symptom als eigentliche Krankheit und kann somit ein lebensrettender Hinweis sein. Darmkrebs muss nicht zwangsläufig tödlich verlaufen, die Heilungschancen liegen je nach Fortschritt der Krankheit zwischen 40 und 60%.

Was kann ich gegen eine Darmentzündung tun?

Um einer Darmentzündung vorzubeugen, ist es in erster Linie wichtig, ihr Immunsystem aufzubauen. Dazu kann eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung sowie eine gezielte Stärkung der Darmflora hilfreich sein, beispielsweise durch probiotische Joghurts, pflanzliche Wirkstoffe wie beispielsweise Phytobiotika, vorübergehende Nahrungskarenz und Nahrungsumstellung, Reduzierung von Übergewicht und Vermeidung unnötigen Einsatzes von Antibiotika. Ebenfalls sollten sie, da sich Darmentzündung häufig durch Infektionen verbreiten, auf eine gesunde Hygiene achten und vor allem im direkten Kontakt mit Betroffenen auf ausreichende Desinfektion achten. Vermeiden sie den Verzehr roher Tierprodukte, insbesondere Eier, sowie unzureichend gereinigter Gemüse, Salate und Sprossen.

Sind sie trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen von einer Darmentzündung betroffen, sollten sie abwägen, wie schwer ihre Symptome sind, um gegebenenfalls einen Arzt zu konsultieren. In den meisten Fällen ist dies nicht notwendig, doch vor allem, wenn ihr Kreislauf betroffen ist, sie unter allgemeiner Antriebslosigkeit zu leiden beginnen oder eine schwere Vorerkrankung hatten, sollten sie bei diesem Schritt nicht zögern. Dort kann auch geklärt werden, ob ihre Infektion durch ein Erreger ausgelöst wurde – gegebenenfalls wird dann ein Antibiotikum zum Einsatz kommen.

In jedem Fall gilt: trinken sie viel Flüssigkeit, am besten Tee, jedoch keinen Pfefferminztee, weil dessen ätherischen Öle die entzündliche Magendarmschleimhaut zusätzlich reizen. Um den Mineralhaushalt ihres Körpers zu unterstützen, können sie auch spezielle Elektrolyt-Präparate in ihrer Apotheke erwerben, die eine entsprechende Wirkung zeigen. Außerdem kann es hilfreich sein, Traubenzucker und Salz zu verzehren, beispielsweise durch Salzstangen oder auch Mineralgetränke wie Cola. Besonders, wenn sie von Appetitlosigkeit und akutem Durchfall betroffen sind, ist es außerdem ratsam, auf Nahrung zu verzichten, bis dieses Stadium überwunden ist. Dann können sie wieder gut verträgliche Nahrungsmittel wie Zwieback oder Salzstangen, am besten in Kombination mit schwarzem Tee, zu sich nehmen, um schließlich zu einer gewöhnlichen Ernährung überzugehen.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

In den allermeisten Fällen ist eine durch den Arzt verordnete Medikamenteneinnahme bei einer akuten Darmentzündung nicht notwendig, stattdessen reichen häufig die eben beschriebenen Schritte. Allerdings kann ein Antibiotikum hilfreich sein, sofern die Infektion durch Bakterien ausgelöst wurde und ein ausgeprägtes Krankheitsbild vorliegt.

Bei kleinen Kindern und älteren Menschen wird zusätzlich häufig eine Infusion gelegt, um Dehydration und einem Ungleichgewicht des Säure–Base–Haushalts vorzubeugen oder entgegenzuwirken. Infusionen können jedoch auch dann hilfreich sein, wenn sich der Patient aufgrund von Schwäche oder anderer Symptome nicht mehr in der Lage fühlt, selbstständig Nahrung und Flüssigkeit aufzunehmen. Kommt es zu Komplikationen, wie lebensbedrohlich hohem Fieber, kann der Arzt auch dementsprechende Medikamente anordnen. In den meisten Fällen heilt die Darmentzündung jedoch innerhalb weniger Tage aus und der Körper hat sich nach ein bis zwei Wochen von den Strapazen erholt.

Eine chronische Darmentzündung heilt hingegen nicht einfach ab. Die schulmedizinisch medikamentöse Behandlung zielt hier vor allem auf eine Linderung der Beschwerden ab, was unter anderem durch Immunsuppressiva zur Bremsung des Immunsystems und Cortison zur Entzündungshemmung erreicht werden soll. Auch spezielle Diäten können zum Einsatz kommen. Ist ein Teil des Darms durch die Entzündung zerstört, so muss dieser operativ entfernt werden; dies heilt zwar nicht die Krankheit, kann jedoch eine weitere Ausbreitung verlangsamen. Auf Grundlage der heutigen Schulmedizin können Patienten mit Morbus Crohn also nicht geheilt, allerdings wieder zu mehr Lebensqualität verholfen werden; ihre Lebenserwartung wird in aller Regel nicht mehr durch die Krankheit beeinträchtigt.

Verbesserung der Therapieergebnisse durch integrative Ansätze

Durch das Zusammenwirken verschiedener Behandlungsmethoden aus der Biologischen Medizin besteht die Möglichkeit, den Erkrankungsverlauf einer chronische Darmentzündung positiv zu beeinflussen. Folgende Verfahren kommen unter anderen nach diagnostischer Prüfung des Einzelfalles in Frage:

  • Schwermetallausleitung
  • Vitalstofftherapie
  • Enzymtherapie
  • Ozontherapie
  • Osteopathie und BowTech
  • Enzymreiche Nahrung

 

Quellen:

http://www.gesundheit.de/krankheiten/magen-darm/lebensmittelvergiftung-und-infektion/darmentzuendung-enteritis-behandlung-und-vorbeugung

http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Erkrankungen/Darmentzuendung/Artikel/5208.php

http://symptomat.de/Darmentzündung_(Enteritis)#Ursachen_f.C3.BCr_Darmentz.C3.BCndung

http://www.gesund-heilfasten.de/darmerkrankungen/darmentzuendung.html

http://www.yamedo.de/krankheiten/darmerkrankungen/darmentzuendungen.html