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Nebennierenschwäche - Eine verkannte Erkrankung mit schlimmen Folgen

Obwohl das Burn-Out-Syndrom wegen seiner zunehmenden Häufigkeit fast schon als “Mode-Erkrankung” bezeichnet werden kann, finden die Nebennieren kaum Beachtung. Wenn es ein Organ gibt, welches bei chronischem Stressdurchbrennt”, dann sind es die Nebennieren.

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Als Hauptproduzent der Stresshormone Cortisol und Adrenalin stehen die Nebennieren tatsächlich im Mittelpunkt der Burn-Out Erkrankung. Diagnostisch und therapeutisch findet die Nebennierenschwäche derzeit noch kaum Berücksichtigung.

Was ist eine Nebennierenschwäche?

Die Nebennierenschwäche hat ein breites Spektrum an unspezifischen, häufig schwächenden Symptomen. Diese Krankheit beginnt oft langsam und heimtückisch.

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Die Häufigkeit dieser in vier Stadien ablaufenden Erkrankung ist so hoch, dass davon ausgegangen werden muss, dass in unseren westlichen Industrienationen bereits jeder zweite erwachsene Mensch von einer Nebennierenschwäche betroffen ist.

Symptome bei Nebennierenschwäche

Ermüdung und Abgeschlagenheit gehören zu den häufigsten Beschwerden unter erwachsenen Patienten. Wenn Sie einige der folgenden Symptome bemerken wie

  • Müdigkeit,
  • Allergien,
  • vermehrt Infekte,
  • Gelenk und Muskelbeschwerden,
  • Depressionen, Angst, Panik,
  • Schlaflosigkeit,
  • Konzentrationsschwierigkeiten,
  • ungewollte Gewichtsveränderungen,

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Diagnose der Nebennierenschwäche

Die Diagnostik ist mit den herkömmlichen in der Endokrinologie verwendeten Methoden nicht zufriedenstellend möglich. Starke Schwankungen der Körpertepmeratur im Tagesverlauf können ein erster deutlicher Hinweis sein. Deutlicher wird die Funktionsstörung im Cortisoltagelsprofil, abweichendem Testosteron- und DHEA-Spiegel mit Hilfe von Saliva-Tests darstellbar. Eine Abgrenzung zum Burnout-Syndrom, CFS und Depression und Ihre Bedeutung als Wegbereiter und Verstärker für chronische immunologische Krankheiten wie Schilddrüsenerkrankungen, Rheuma, Fibromyalgie und allergische Erkrankungen ist erforderlich, aber noch nicht definiert.

Usachen und Krankheitsentstehung

Die Nebennierenschwäche ist eine verminderte Fähigkeit der Nebennierenrinde, ausreichende Mengen Cortisol auszuschütten. Zu den Hauptsymptomen zählen Müdigkeit, Reizbarkeit, depressive Gedanken und Besserung bei Pausen. Die Nebennierenschwäche wird häufig durch chronischen Stress verursacht. Die möglichen Ursachen sind vielfältig und beinhalten emotionalen Stress, körperlichen Stress, geistigen Stress, chronisch aktive Inflammationen, infektiösen Stress oder Stress durch Umwelttoxine.

Behandlung der Nebennierenschwäche

Die Nebennierenschwäche kann auf natürliche Weise vollständig geheilt werden, wenn der Patient eine Lebensweise erlernt, die es dem Körper ermöglicht, sich zu regenerieren und zugleich alle wesentlichen ursächlichen Faktoren erkannt und beseitigt worden sind. Die richtige Erholung zusammen mit speziellen Ernährungsplänen und dem Beseitigen von Stressfaktoren sind Schlüsselfaktoren auf dem Weg zur Heilung der Nebennierenschwäche.

Der Weg zur Wiederherstellung der Nebennieren-Funktion benötigt Geduld und Beständigkeit. Die Verwendung angemessener Mengen an Nahrungsergänzungsmitteln kann den Heilungsprozess beschleunigen, ebenso wie natürliche Hormonpräparate.

Häufige Missverständnisse bei der Behandlung der Nebennierenschwäche

Die herkömmliche medizinische Behandlung bei Stress, Burn Out und Depressionen ist bei vorhandener Nebennierenschwäche nicht ausreichend. Therapiegespräche, Mentalprogramme, Entspannungsprogramme und Psychopharmaka sind sehr hilfreich, aber alleine nicht ausreichend

Die Frage ist: welche Behandlungen kommen bei einer Nebennierenschwäche in Frage und was kann ich selbst dazu beitragen? Die folgenden Kapitel werden sich dieser Fragen annehmen. Vorausgeschickt sei, dass viele medizinische und auch naturheilkundliche Behandlungsansätze zu einer langfristigen Verschlechterung der Nebennierenschwäche führen. Auch pflanzliche Therapeutika wie zum Beispiel Süßholzwurzel, Maca, Ingwer, Ginseng haben stimulierende Wirkanteile, die langfristig eine zunehmende Erschöpfung der Nebennieren bewirken können.

Trügerisch ist die Erfolgsbewertung von stimulierenden Therapien, weil sich der Patient durch die vermehrte Cortisolausschüttung zunächst besser und vitaler fühlt. Sowohl Patient als auch Therapeut gehen davon aus, dass die eingeschlagene Therapierichtung Erfolg zeigt, obwohl eine gegenteiliger Prozess in Gang gebracht wurde. Mit Hilfe von Funktionstest aus der Biologischen Medizin ist es möglich, den Verlauf der Therapie auch kurzfristig objektiv zu erfassen und zu überwachen.

Welche Art von Stressreizen erschöpfen die Nebenniere - welche sind aufbauend?

Unser Körper ist eigentlich dafür gebaut, mit Stress umzugehen. Diese Funktion ist lebensnotwendig, ja überlebensnotwendig. In den vergangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden, konnten nur jene Menschen überleben, die schnell und intensiv im Rahmen einer Stressreaktion alle Körperkräfte optimal einsetzen konnten. Diese genetisch programmierte Fähigkeit wird uns heute zum Verhängnis, wenn der Stress  in kleinen Einheiten und kontinuierlich einwirkt, ohne rechte Möglichkeiten zwischendurch zu entspannen und abzuschalten.

Reizüberflutung, mentale Spannung ohne körperliches “Überdruckventil” macht uns krank. Die Achse der Stresshormone ist den übrigen Hormonachsen, wie den Sexualhormonen und Schilddrüsenhormonen übergeordnet, weil diese direkt unser Überleben sichert: Es geht um alles oder nichts, in den vergangenen Jahrtausenden ging es im Überlebenskampf um Leben oder Tod. Deshalb werden bei einer Nebennierenschwäche die Produktionswege für die Synthese der Steroidhormone umgestellt zugunsten der Produktion von Cortisol. Progesteron, Estradiol und Schilddrüsenfunktion werden stark in Mitleidenschaft gezogen. Viele Schilddrüsenpatienten, die zugleich an einer Nebennierenschwäche leiden, werden nicht behandelt, obwohl die Regulation der Stresshormonachse oberste Priorität hätte. Zugleich stellt eine kräftig arbeitende Schilddrüse einen nicht unerheblichen Stressfaktor für die erschöpften Nebennieren dar.

Wenn unzureichende Erholungspausen den Menschen über längere Zeit überfordern, ermüden unsere Nebennieren. Das Gleiche gilt auch für pausenlose Dauerbealstungen im Stoffwechsel durch giftige Schwermetalle, persistierende (dauerhaft anhaltende) Infekte und meist immunologisch verursachte chronische Entzündungszustände. Die Nebennierenschwäche kann als Funktionsstörung per Definition wieder rückgängig gemacht werden, im Gegensatz zum M. Addison bei dem die Nebenniere strukturell Schaden genommen hat. Ohne Analyse und Behandlung der auslösenden Faktoren sind trotz aufbauender Massnahmen immer wieder Rückschläge oder gar eine Verschlechterung der Nebennierenschwäche zu erwarten. In vielen Fällen ist es nicht die “Überarbeitung” allein, sondern es handelt sich um eine multikausale Krankheitsauslösung, die deshalb eine Therapiestrategie auf mehreren Ebenen notwendig macht.

Trotz effektiver Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten, sind die meisten schulmedizinisch ausgebildeten Ärzte schlicht und einfach nicht informiert und nicht darauf vorbereitet, die Nebennierenschwäche als ernste Bedrohung der Gesundheit anzusehen. Labortests konnten bis vor kurzem keine Abnormitäten aufdecken. Heute ist es möglich, die Nebennierenschwäche exakt zu diagnostizieren und effektiv zu behandeln. Neben einem Cortisolmangel, der in Abhängigkeit vom Tagesverlauf bewertet wird, können auch DHEA, Noradrenalin, Dopamin und Serotonin wichtige Aufschlüsse über den gesundheitlichen Zustand der Nebennieren und der Verarbeitung von Stress im Gehirn geben. 

Kurz zusammengefasst, was ist zu tun bei Nebennierenschwäche?

  • Schlafen Sie wenn möglich bis 9.00 Uhr
  • Lassen Sie niemals das Frühstück aus
  • Essen Sie früh am Tag
  • Trinken Sie am Morgen ein Glas Wasser mit 1/2 bis 1 Teelöffel Salz
  • Vermeiden Sie Kaffee oder koffeinhaltige Getränke
  • Tun Sie Dinge, die sie mögen
  • Reduzieren Sie Getreideprodukte wie z.B. Brot
  • Reduzieren Sie stärkehaltige Lebensmittel, wie z.B. Kartoffeln
  • Vermeiden Sie veränderte Fette, wie in Pommes Frites oder industriellen Backwaren
  • Lachen Sie mehrmals am Tag
  • Vermeiden Sie verarbeitete Lebensmittel (verminderter Enzymgehalt durch Denaturierung)
  • Bevorzugen Sie frisch zubereitete Nahrungsmittel
  • Achten Sie auf ausreichend Vitamin C, Vitamin B5, Magnesium und Vitamin E
  • Vermeiden Sie Übermüdung
  • Vermeiden Sie Nahrungsmittel mit hoher glykämischer Last
  • Gehen Sie möglichst um 22.00 Uhr zu Bett

\ Nebennierenschwäche kann sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen und kann durch die richtigen Labortests diagnostiziert werden, wenn der Arzt ein geschultes Auge dafür hat.

Suchen Sie sich professionelle Hilfe, so dass ein Schritt nach dem anderen zur richtigen Zeit und ohne Überforderung gemacht wird. Dies trifft besonders auf die fortgeschrittenen Fälle zu. Ohne Elimination der ursächlichen Faktoren, auch der im Stoffwechsel versteckt ablaufenden Faktoren, kann eine Nebennierenschwäche trotz aller aufbauender Therapiemaßnahmen nicht wirklich ausheilen. Labortests können hilfreich sein, entscheidend ist ein gut ausgebildeter Therapeut, der sich Zeit nimmt und die Signale Ihres Körpers versteht.\ \ Quellen: Dr. Michael Lam, Dr. Thierry Hertoghe, Deutsches Hormonhilfenetz