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Diagnostik der Nebennierenschwäche

Um eine Nebennierenschwäche abzuklären, sind die Spiegel der beiden wichtigsten, freien Hormone Cortisol und das DHEA am besten geeignet. Speicheltestswerden bevorzugt, da diese die Menge der freien und zirkulierenden Hormone messen, anstatt der gebundenen, die üblicherweise in Bluttests gemessen werden.

Cortisol hat seinen Höchststand am Morgen und seinen niedrigsten am Abend, vor der Schlafenszeit. Am genauesten ist es, wenn man 4 Proben von Cortisol nimmt (8 Uhr morgens, Mittags, 17 Uhr und vor dem Schlafengehen). Mit mehreren Proben, die über den Tag verteilt abgenommen werden, kann der Tagesverlauf des freien Cortisols im Verhältnis zum DHEA-Spiegel aufgezeichnet werden. Dies ermöglicht ein viel genaueres Bild der Nebennierenfunktion zu erhalten. Bereits durch eine Cortisol-Bestimmung am Morgen, Mittag und Abend, welche weniger kostenintensiv ist, kann eine Nebennierenschwäche sicher diagnostiziert werden.

Wenn Sie Hormone wie DHEA oral einnehmen oder Hormoncremes benutzen, kann man den Anstieg im Speicheltest sofort messen. Im Blutanalysen ist der Anstieg der Hormone ebenso erkennbar, allerdings wird er erst nach ungefähr 3 Monaten sichtbar.

Stress kann die Spiegel der Nebennieren-Hormone ebenso beeinflussen. Wenn Sie Ihren Cortisol-Spiegel an einem ruhigen und entspannenden Tag messen, werden Sie ein deutlich anderes Ergebnis erhalten, als wenn Sie das Cortisol unter enormer Stressbelastung messen.

Wegen der häufigen Überlagerung ist meist eine Bestimmung der drei wichtigsten Körper-Hormonachsen ratsam

  • Nebennieren
  • Schilddrüse
  • Sexualhormone Östradiol, Progesteron und Testosteron bei Männern und Frauen!

Um eine subklinische Infektion als Ursache für die Nebennierenschwäche auszuschließen, sind spezielle Tests erforderlich, wie die Bestimmung der Immunglobulin-Reaktion, CD 57, Vitalfeldmessungen und bioelektrische Funktionsdiagnostik. Herkömmliche Laboruntersuchungen, auch Tests auf Bakterien- oder Parasitenkulturen fallen oft negativ aus.

Besonders häufig sind Infektionen mit Borreliose, Eppstein-Barr-Virus, Herpes simplex und Zoster Virus an der Entstehung einer Nebennierenschwäche beteiligt. Eine alleinige Behandlung der Nebenniere ohne Beachtung der infektiösen Ursache bringt nach meiner Erfahrung nur unbefriedigende Resultate.

Häufige Ursachen aus dem Bereich des Stoffwechsels sind Funktionsstörungen des Darmes und Unverträglichkeitsreaktionen wie zum Beispiel Fruktose- und Laktoseintoleranz, aber auch Stoffwechselblockaden durch Schwermetalle oder auch cerebrale Allergien.

Nicht selten bestehen Regulationsstörungen der Hirnanhangdrüse mit fehlerhafter Ansteuerung der Nebennieren, was eine zusätzliche Verschlechterung der Nebennierenschwäche bewirkt. Therapeutisch haben sich hier verschiedene Aminosäuren-Komplexe bewährt, die modulierend in den cerebralen Stoffwechsel eingreifen.

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