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Patienten, die an einer starken und dauerhaften Erschöpfung leiden, können von zuhause aus mit Hilfe einfaches Konzeptes das Stoffwechselmilieu des Körpers erneuern. Dabei werden verschiedene Mechanismen angewandt und synergistisch verstärkt: Sanierung des Darmes, Stärkung des Immunstems, Verbesserung der Vitalstoffzufuhr, Entgiftung des Körpers und Zurückdrängen chronisch subakuter Infekte.

Selbst für gesunde Menschen sind die folgenden Zeilen hoch interessant, denn durch intermittierendes Fasten wurden phantatisch gute Effekte gemessen wie beispielsweise deutlich geringere Krebsrate oder Aderverkalkungen.

Urlaub für Stoffwechsel und Darm

Insgesamt können Reparaturprozesse im Körper besser ablaufen, wenn der \‘Fliessband-Betrieb\’ im Darm und im Stoffwechsel zeitweise zur Ruhe kommen kann. Während das intermittierende Fasten auf einem regelmäßigen Rhythmus beruht, der jeweils einen Tag Nahrungsaufnahme im Wechsel mit 24 Stunden Nahrungskarenz beinhaltet, gibt es natürlich auch andere Fastenformen wie Basenfasten, Heilfasten oder Fasten nach Buchinger, Merlet oder Gerson. Wem diese Prozeduren nicht gelingen mögen, kann ein intermittierendes Fasten mit 16 stündiger täglicher Nahrungspause versuchen. Dabei beschränkt sich die tägliche Nahrungsaufnahme auf ein Zeitfenster von 8 Stunden. Dieses Konzept läuft zwar dem derzeitigen Trend in der Ernährungsmedizin entgegen, hat sich aber in der Praxis bei vielen Patienten bewährt und ist in sich logisch schlüssig, wenn man um die enorme Bedeutung der mikrobiellen Belastung rund um die Nahrungsaufnahme weiß. An späterer Stelle dazu mehr.

Es wird davon ausgegangen, dass intermittierendes Fasten unter anderem folgende Organsysteme unterstützt:

  • Herz-Kreislauf-System (Blutdruck, Schlaganfallrisiko)
  • Niere
  • Gehirn
  • Lunge (Asthma)
  • gebremstes Tumorwachstum
  • Mitochondrien (Lebenserwartung)

Das intermittierende Fasten kann auch bedarfsabhängig abgewandelt werden und gelingt dann gut, wenn der Patient in der Wahrnehmung des Hungergefühls geschult ist. Eigentlich sollte sich sogar jeder Mensch von seiner eigenen Wahrnehmung des Hunger- und Sättigungsgefühls leiten lassen. Diese Art der Wahrnehmungsfähigkeit zu trainieren ist wertvoll, um eine klare Unterscheidung zwischen dem körperlichen und emotionalen Hungergefühl treffen zu können. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, mit dem Essen zu warten, bis sich ein deutliches körperliches Hungergefühl zeigt. Der emotionale Hunger kann mit Essen nie wirklich gestillt werden und sollte auf ganz anderer Ebene gesättigt werden.

Was essen beim intermittierenden Fasten?

Bei chronischer Erschöpfung macht es einen großen Unteschied, welche Art von Nahrung dem Körper angeboten wird. Ohne an dieser Stelle auf nähere Einzelheiten einzugehen, kann zusammengefasst gesagt werden, dass eine frisch zubereitete Ernährung mit Gemüse, Blattgrün und gesunden Ölen zu bevorzugen ist. Eine Reduktion der Kohlenhydrate (Brot, Teigwaren, Süssigkeiten), Stärke (Kartoffel) tierischen Eiweiße und vor allem der Milchprodukte hat sich in der täglichen Praxis sehr bewährt und ist ausgesprochen wichtig.

Schädliche Mikroorganismen ausschalten!

Nach dem Essen ist der oxidative Stress im Körper messbar angehoben. Dieser Zellstress kommt unter anderem auch daruch zustande, dass bei der Nahrungsaufnahme verschiedene Mikroorganismen aktiv werden, um an der Nahrung mit Teil zu haben. Die Keimlast parasitärer Mikroorganismen ist bei Patienten mit chronischer Müdigkeit ausgspochen hoch. Um solche gesundheitsschädliche Mikroorganismen von Anfang an auszubremsen, kann vor dem Essen ein \‘Aperitif\’ eingesetzt werden, der die Aufgabe hat, das Milieu im Körper so zu verändern, dass schädliche Keime durch das Immunsystem besser attackiert werden können. Dies hat den Vorteil, dass schädliche Mikroorganismen an der Nahrungsaufnahme gehindert und geschwächt werden und somit auch die Vitalstoffe besser resorbiert und den Zellen bereitgestellt werden können. Praktisch kann dies Beispielsweise durch den Einsatz von Phytobiotika ca. 10 Minuten vor dem Essen durchgeführt werden. Zugleich können jene kleinen mikrobakteriellen \‘Terroisten\’, die den Körper chronisch erschöpfen, genau in diesem hungrigen Zustand durch das intermittierende fasten am besten von antimikrobiellen Substanzen getroffen werden.

Das Blut oxigenieren

Der zeitliche Abstand zwischen dem Essen und dem antimikrobiellen \‘Aperitiv\’ kann idealerweise genutzt werden, um das intermittierende Fasten zu unterstützen, indem der Stoffwechsel und die Durchblutung angeregt werden. Denn auch diese Oxygenierung des Blutes fördert das Immunsystem im mikrobiellen Kampf.

Seit Jahrtausenden liegt es im natürlichen Verlauf der Dinge, dass die Zeit vor dem Essen eigentlich immer mit einer körperlichen Anstrengung verbunden ist. Auch wenn Sie unter starker Müdigkeit leiden sollten, möchte ich Ihnen hier nahelegen, für kurze Zeit in Schwung zu kommen in Form eines Mini-Trainings. Ziel ist es, sich für eine kurze Zeit sich so zu Bewegen, dass die Atmung deutlich schneller geht. Sie sollen danach nicht erschöpft, sondern erfrischt sein.

Vitalstoffe im richtigen Zeitfenster einnehmen

Direkt vor dem Essen ist es besonders bei chronischer Müdigkeit empfehlenswert hochwertige, natürlich zusammengesetze Vitalstoffe (Lavita oder Prodialvit) einzunehmen, weil jetzt die Verwertung von Nährstoffen optimal vorbeiteitet ist. Die Resorption im Darm und die Aufnahme in den Zellen ist deswegen so gut, weil die Zellen hungrig sind und die Zellmembranen für die Aufnahme offen sind. Zugleich sind auch zuvor genannte schädliche Mikroorganismen durch Phytobiotika vorübergehend ausgeschaltet.

Bitte achten Sie darauf, dass Sie nur dann und wirklich immer dann Essen, wenn das körperliche Hungergefühl vorhanden ist. Durch entsprechendes Wahrnehmungstraining gelingt es Ihnen den körperlichen Hunger auch zunehmend deutlich vom emotionalen Hunger unterscheiden lernen.

 Dr. Neidert, Nov. 2013