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Behandlung bei Cortisolmangel

Cortisol, auch Hydrocortison genannt, ist ein lebenswichtiges Hormon, welches in den Nebennieren produziert wird.

Symptome bei Cortisolmangel sind:

  • geringe Belastbarkeit bei Stress, depressive Verstimmung bei Stress, schlechte Laune
  • Reizbarkeit, Aggressivität, überschießende Reaktionen in Stresssituationen
  • Müdigkeit in Stresssituationen in der aufrechten Position mit Besserung im Liegen, erkältungsähnliche Abgeschlagenheit
  • Verdauungsprobleme, Völlegefühl, Nahrungsunverträglichkeiten
  • Heißhunger nach Süßem, auch Verlangen nach Salzigem, Würzigem, Pfeffer
  • Niedriger Blutdruck, verschlechtert bei aufrechter Position
  • Schwindel, Benommenheit, Zerstreutheit
  • Energiemangel (Hypoglykämie) vergeht, wenn Süßes gegessen wird
  • Allergien, rheumatische Schmerzen, Arthritis
  • Herzrasen und Herzklopfen, verstärkt in Stresssituationen oder bei Belastung
  • Unverträglichkeit von Medikamenten, auch bei geringen Dosen
  • bei starker Ausprägung: leicht dunkle, bronzefarbene Gesichtshaut
  • und andere Zeichen eines gestörten Stoffwechsels

Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon, welches die übrigen Hormonachsen des maßgeblich beeinflusst und des Stoffwechsel steuert. Wenn Cortisol im Körper gänzlich fehlt, lässt dies den Blutdruck dramatisch sinken und führt, wenn unbehandelt in wenigen Stunden oder Tagen zum Tod!

Weil Cortisol oder seine synthetische Derivaten in exzessiv hohen Dosen im Rahmen der schulmedizinischen Behandlung verwendet wird, ist es nur wegen seiner Nebenwirkungen bekannt und verpönt. Ein Übermaß an Cortisol sollte tatsächlich vermieden werden, weil es bei längerfristiger hoch dosierter Therapie zu  Symptomen wie Wassereinlagerungen mit angeschwollenem, ballonartigem Gesicht, dünner Haut und Osteoporose führen kann. Nur wenn diese Zeichen auftreten, kommt es zu oben genannten Symptomen und anderen gesundheitlichen Folgen eines Übermaßes an Cortisol. Bei einer korrekten Dosierung im Sinne einer Low-Dose-Cortisol Therapie sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Wie kann ein Cortisolmangel behandelt werden?

Es bestehen verschiedene Möglichkeiten einer Behandlung bei Cortisolmangel

1. Keine Behandlung

dann bleiben alle Beschwerden aufgrund des Cortisolmangels bestehen: niedriger Blutdruck, wenig Belastbarkeit bei Stress, Schwindel beim Aufstehen, etc.

2. Behandlung der Symptome

mit symptomorientiert eingesetzten Substanzen

  • Beruhigungsmittel bei Stress
  • Antidepressiva bei Depressionen
  • Kreislaufmittel bei niedrigem Blutdruck
  • Antihistaminika bei Allergien etc.

Da diese pharmakologischen Wirkstoffe nicht im Körper vorkommen, bringen sie zwangsläufig  Nebenwirkungen mit sich

3. Moderate Behandlung der Ursache

mit niedrigen Dosen natürlichen Cortisols oder eines von seinen synthetischen Derivaten z. B.:

  • Hydrocortison 10 bis 30 mg
  • Prednisolon 2,5 bis 5 mg
  • Methylprednisolon 1 bis 2 mg  etc.

werden die Hauptbeschwerden gelindert oder verschwinden ohne Nebenwirkungen

Die Nebennieren sind entlastet und erhalten die Möglichkeit, sich zu regenerieren. Die Funktion wird langfristig gebessert.

4. Überschießende Behandlung der Ursache

Bei einer Behandlung mit zu hoher Dosierung während einer langen Zeit treten die Symptome einer Cortisolüberdosierung auf, die Nebennieren werden unterdrückt und können sich soweit zurückbilden, dass sie nach Abschluss der Cortisoltherapie nur noch unzureichend Hormone produzieren können.

Verleich: Was tun bei Wassermangel - was tun bei Cortisolmangel?

  1. keine Therapie: Durst und Trockenheit bleiben bestehen
  2. Behandlung der Symptome: Es ist, als ob ein alkoholischer Aperitif einer durstigen Person angeboten wird, um ihren Durst zu löschen
  3. Moderate Behandlung der Ursache: Es ist, als ob man den Durst löscht, indem man mehrere Gläser Wasser trinkt
  4. Überschießende Behandlung der Ursache: Es ist, als ob man mit 5 bis 20 Liter Wasser den Durst löscht

Wichtige Infos während der Behandlung bei Cortisolmangel:
In Situationen vermehrten Stresses einer Erkältung, einer Allergie, Asthmaanfällen oder chirurgischen Operationen oder jeder anderen Situation, die den Körper sehr fordern, sollte die Dosis rasch verdoppelt oder verdreifacht werden. Wenn der Zeitraum drei oder höchstens sieben Tage nicht überschreitet, kann mit dieser Methode die natürliche Funktion der Nebennieren simuliert werden. Infekte heilen in der Regel rascher ab und nicht selten kann der Einsatz von Antibiotika vermieden werden. Wenn Sie zu lange warten bevor Sie die Dosis erhöhen, wird der Antistress- und Anti-Erkältungs-effekt des Cortisols weniger wirksam.

Falls Ursachen gefunden werden können, die zu dem Cortisolmangel geführt haben, wie zum Beispiel

  • Funktionsstörungen des Verdauungstraktes mit Vitalstoffmangel,
  • chronische Schwermetallbelastung oder
  • chronisch aktive Inflammationen zum Beispiel durch persistierende Inferktionserreger,

gehört zu einer ursachenbezogenen Therapie natürlich auch die Ausschaltung der schädigenden Mechanismen.

Quellen: Dr. T. Hertoghe

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